Privatmärkte

Privatmärkte: Liquidität und Bindungsfristen

Wann kommt das Geld aus Private Equity zurück? Bindungsfristen, Ausschüttungen, Rückgabefenster und der gewachsene Sekundärmarkt verständlich erklärt – mit Blick auf Deutschland und Thailand.

Echte Kosten
und Gebühren
Was funktioniert
in Thailand
Unabhängiger,
neutraler Ratgeber

Private Equity braucht Zeit. Unternehmen werden erworben, weiterentwickelt und später verkauft. Für Anleger kann das langfristig interessant sein – doch es bedeutet, dass Geld nicht zu jedem beliebigen Termin verfügbar ist.

Die britische JLIT-Ausgangsfassung beschreibt mehrere Liquiditätswege: Ausschüttungen aus Unternehmensverkäufen, Rückgabefenster von Evergreen-Fonds, Verkäufe auf dem Sekundärmarkt und börsennotierte Private-Equity-Gesellschaften. Diese deutsche Fassung übernimmt die inhaltlichen Grundlagen und Marktzahlen und erläutert, wie sich die Kapitalbindung mit einer geplanten Reise, einem längeren Aufenthalt oder einem Umzug nach Thailand vereinbaren lässt.

Die kurze Antwort: Langfristig investieren, Liquidität planen

Private Equity ist auf langfristige Unternehmensbeteiligungen ausgelegt. Die Fondsgesellschaft kann ihre Beteiligungen normalerweise nicht einfach innerhalb weniger Tage verkaufen, ohne einen möglicherweise erheblichen Preisabschlag hinzunehmen. Darum unterscheiden sich Kapitalbindung, Rückzahlungen und ein Verkauf des Fondsanteils grundlegend von einem Wertpapierdepot.

Die britische JLIT-Vorlage dokumentiert anhand der Jefferies-Studie vom Februar 2026 ein Rekordjahr für den Sekundärmarkt: 2025 wurden Fondsbeteiligungen und managergeführte Transaktionen im Wert von insgesamt 240 Milliarden US-Dollar gehandelt. Diese Zahl beschreibt einen professionellen Markt, nicht eine garantierte Verkaufsmöglichkeit für jeden Privatanleger.

240 Mrd.US-Dollar Sekundärmarktvolumen 2025
92 %Durchschnittlicher NAV-Preis für Buyout-LP-Portfolios 2025
~5 %Typische vierteljährliche Rückkaufquote mancher Intervallfonds

Für Menschen, die von Deutschland nach Thailand ziehen, ist deshalb nicht die Frage „Kann ich irgendwann verkaufen?“ entscheidend, sondern welche Beträge zu welchem Termin tatsächlich verfügbar sein müssen.

Acht Begriffe, die Sie vor der Zeichnung kennen sollten

Vertragsbegriffe werden oft ähnlich verwendet, obwohl sie unterschiedliche Rechte beschreiben. Die folgenden acht Begriffe sind die Grundlage für die Liquiditätsplanung.

Lock-upVertragliche Bindungsfrist
Capital CallAbruf zugesagten Kapitals
DistributionAusschüttung aus dem Fonds
RedemptionBeantragte Rückgabe
GateBegrenzung der Rückgaben
SecondaryVerkauf bestehender Anteile
NAVGeschätzter Nettoinventarwert
DPIBereits ausgezahltes Kapital

Ein NAV ist ein Bewertungsmaßstab und kein Preisversprechen. Eine Rückgabemöglichkeit ist nicht dasselbe wie ein Anspruch auf sofortige Auszahlung. Auch eine bereits angekündigte Ausschüttung kann von noch offenen Bedingungen abhängen.

Was eine Bindungsfrist tatsächlich bedeutet

Bei einem klassischen geschlossenen Private-Equity-Fonds verpflichten sich Anleger, Kapital über einen langen Zeitraum bereitzustellen. Die Fondslaufzeit beträgt häufig zehn Jahre oder mehr; Verlängerungen können vorgesehen sein. Während der Investitionsphase ruft der Fonds die zugesagten Beträge nach Bedarf ab. Später fließen Erlöse aus Unternehmensverkäufen als Ausschüttungen zurück.

Bei Evergreen- oder Intervallfonds gibt es teils regelmäßige Rückgabefenster. Ein anfänglicher Lock-up kann trotzdem gelten; außerdem können Kündigungsfristen, Gebühren, Quoten und Aussetzungen vorgesehen sein. Wer ein Rückgabefenster mit täglicher Handelbarkeit verwechselt, unterschätzt das Risiko.

  • Gesamtlaufzeit und mögliche Verlängerungen im Vertrag nachlesen.
  • Offene Kapitalzusagen neben dem bereits eingezahlten Betrag erfassen.
  • Rückgabeanträge und verbindliche Auszahlungsansprüche unterscheiden.
  • Verkaufsbeschränkungen, Zustimmungspflichten und Übertragungsgebühren prüfen.

Grafik: Der typische Kapitalfluss eines geschlossenen Fonds

Der genaue Verlauf ist fondsabhängig. Die folgende schematische Darstellung erklärt, warum frühe Einzahlungen und spätere Ausschüttungen zeitlich auseinanderfallen.

Beispielhafter Fondslebenszyklus – keine Renditeprognose
Jahre 1–3

Kapitalabrufe und erste Beteiligungen

Jahre 3–5

Unternehmen entwickeln, erste Exits

Jahre 5–10

Verkäufe und größere Ausschüttungen

Ab Jahr 10

Restwerte, Verlängerung oder Abwicklung

Die einzelnen Phasen überlappen sich. Der Investor kann Ausschüttungen erhalten und gleichzeitig weitere Kapitalabrufe bedienen müssen.

Liquiditätswege im direkten Vergleich

Die Unterschiede zwischen den Zugangswegen sind entscheidend.

WegWann Geld verfügbar wirdHauptrisikoWorauf achten?
AusschüttungNach Verkäufen des FondsUngewisser ZeitpunktExit-Plan, DPI
Evergreen-RückgabeZum festgelegten RückgabefensterQuoten, AussetzungFristen und Gates
Secondary-VerkaufWenn Käufer und Zustimmung vorliegenNAV-AbschlagKosten, Restzusagen
Continuation-VehikelBei konkretem TransaktionsangebotBewertung, InteressenkonflikteWahlrechte, Gebühren
Börsennotierte PE-AktieWährend der BörsenzeitenKursverlust, SpreadBörsenkurs vs. NAV

Grundmuster nach JLIT UK FIN-07-02-A03; konkrete Fondsbedingungen können abweichen.

Ausschüttungen: Geld kommt durch Unternehmensverkäufe zurück

Ein Fonds zahlt häufig dann aus, wenn ein Unternehmen verkauft, refinanziert oder an die Börse gebracht wird. Dabei kann der Erlös zunächst Kosten, Kredite oder andere Verpflichtungen decken. Erst der nach den Fondsbedingungen verteilbare Betrag erreicht die Anleger.

Die UK-Vorlage nennt Bain-Zahlen für 2025: Das Volumen buyoutgestützter Exits erreichte etwa 717 Milliarden US-Dollar und lag damit rund 47 % über dem Vorjahr. Gleichzeitig blieben laut Bain ungefähr 32.000 nicht verkaufte Unternehmen im Bestand, mit einem geschätzten Wert von 3,8 Billionen US-Dollar. Beide Zahlen zusammen zeigen: Ein besserer Exit-Markt beseitigt nicht den Rückstau älterer Beteiligungen.

Die Vorlage berichtet außerdem Ausschüttungen von rund 14 % des Nettoinventarwerts. Solche aggregierten Marktzahlen dürfen nicht als erwartete Auszahlung eines einzelnen Fonds gelesen werden.

Der Sekundärmarkt: Anteile vor dem Fondsende verkaufen

Auf dem Sekundärmarkt verkaufen bestehende Anleger Fondsbeteiligungen an neue Investoren. Ein Verkauf kann Liquidität schaffen, aber er ist weder automatisch möglich noch zum ausgewiesenen NAV garantiert. Der Käufer bewertet das Portfolio, offene Kapitalzusagen, die Laufzeit und die Marktbedingungen.

Jefferies beziffert in der britischen JLIT-Quelle das globale Sekundärmarktvolumen 2025 auf 240 Milliarden US-Dollar, davon 125 Milliarden US-Dollar an LP-geführten Verkäufen und 115 Milliarden US-Dollar an GP-geführten Transaktionen. Für Buyout-LP-Portfolios lag der durchschnittliche Preis bei 92 % des ausgewiesenen NAV; über alle LP-Portfolios bei 87 %. Das sind historische Marktdurchschnitte, keine Verkaufskurse für einzelne Fonds.

Liquidität braucht Planung
Ein Fondsanteil lässt sich nicht mit einem täglich gehandelten Wertpapier gleichsetzen.

Grafik: So verteilt sich das Rekordvolumen 2025

Die beiden Segmente ergeben zusammen 240 Milliarden US-Dollar. Der Balken zeigt den Anteil am gesamten Sekundärmarkt.

Globale Sekundärtransaktionen 2025 · 240 Mrd. US-Dollar

■ LP-geführte Verkäufe: 125 Mrd. US-Dollar (52,1 %)

■ GP-geführte Transaktionen: 115 Mrd. US-Dollar (47,9 %)

Jefferies, 2025 Global Secondary Market Review (10. Februar 2026), dokumentiert im JLIT-UK-Artikel.

Der wachsende Markt eröffnet mehr Wege für institutionelle Investoren. Ob ein konkreter Anleger einen Anteil übertragen darf, steht dennoch im Fondsvertrag und hängt von der Zustimmung des Managers sowie einem Käufer ab.

Einen Fondsanteil verkaufen: sieben praktische Schritte

  1. Unterlagen prüfen: Übertragungsverbote, Zustimmungserfordernisse und Kosten feststellen.
  2. Offene Zusagen erfassen: Der Käufer muss wissen, welche Kapitalabrufe noch möglich sind.
  3. Aktuellen NAV dokumentieren: Bewertungsstichtag und noch nicht berücksichtigte Ereignisse notieren.
  4. Verkaufsweg wählen: Broker, spezialisierte Plattform oder direkter Käufer, sofern zulässig.
  5. Preis und Abschlag verhandeln: Ein Angebot unter NAV ist kein ungewöhnlicher Vorgang.
  6. Zustimmungen und Dokumente abschließen: Fondsmanager und gegebenenfalls weitere Beteiligte müssen mitwirken.
  7. Abwicklung planen: Zahlungsweg, Währung, Unterlagen und mögliche Abgaben vorab klären.

Die britische Vorlage betont, dass ein Secondary-Verkauf ein Prozess und kein Klick auf einen Verkaufsknopf ist. Besonders bei kleinen Anteilen kann ein professioneller Verkaufskanal wirtschaftlich schwer zugänglich sein.

Evergreen-Fonds: Rückgabefenster und ihre Grenzen

Evergreen-Fonds können monatliche oder vierteljährliche Rücknahmen ermöglichen. Die britische JLIT-Vorlage nennt als verbreitetes Muster eine Begrenzung von ungefähr 5 % des Fondsvermögens pro Quartal, insbesondere bei bestimmten Intervallfonds. Wird mehr beantragt, als die Rückkaufquote zulässt, können Anträge anteilig bedient oder verschoben werden.

Ein Anleger mit 100.000 € Fondsanteilen kann daher nicht aus einer „vierteljährlichen Rückgabe“ schließen, dass er am Quartalsende 100.000 € erhält. Die Quote bezieht sich häufig auf das Gesamtvermögen des Fonds und nicht auf einen garantierten individuellen Betrag.

  • Wie häufig werden Rückgaben angenommen?
  • Wie lange vor dem Termin muss der Antrag eingehen?
  • Wie hoch ist die maximale Rücknahmequote?
  • Kann der Fonds Rückgaben aussetzen?
  • Welche Gebühren oder Bewertungsabschläge sind möglich?

Grafik: Was eine Rückgabequote praktisch bedeutet

Illustratives Rechenbeispiel: Ein Fonds hat 100 Millionen € NAV. Er darf in einem Quartal höchstens 5 Millionen € zurückkaufen. Anleger beantragen insgesamt 10 Millionen €.

Rückgabeanträge: 10 Mio. €

5 Mio. € werden bei rein anteiliger Bedienung ausgezahlt; 5 Mio. € bleiben zunächst offen.

Reines Rechenbeispiel. Die tatsächliche Zuteilung richtet sich nach den Fondsdokumenten.

Die rechnerische Hälfte ist kein allgemeiner Anspruch auf 50 % jedes Antrags. Fonds können andere Zuteilungsregeln, Warteschlangen oder Aussetzungsrechte haben.

Welche Liquiditätswege es gibt

Für die Planung sind Geschwindigkeit, Kosten, Preisrisiko und vertragliche Voraussetzungen getrennt zu bewerten. Die passende Lösung hängt vom konkreten Fonds ab.

Continuation Vehicles: Ausstieg oder Weiterinvestition

Bei einer managergeführten Transaktion kann eine Beteiligung aus einem älteren Fonds in ein neues Vehikel übertragen werden. Bestehende Anleger erhalten mitunter die Wahl, gegen Zahlung auszusteigen oder weiter investiert zu bleiben. Solche Entscheidungen hängen von Bewertung, Interessenkonflikten, Gebühren und den konkreten Angebotsbedingungen ab.

Das britische Original ordnet diese GP-geführten Geschäfte als wichtigen Teil des Sekundärmarkts ein. 2025 erreichten sie laut Jefferies 115 Milliarden US-Dollar. Die Größenordnung zeigt ihre Marktbedeutung, garantiert aber nicht, dass jeder Fonds ein solches Angebot machen wird.

Börsennotierte Private Equity: täglich handelbar, nicht wertstabil

Wer Aktien einer börsennotierten Private-Equity-Gesellschaft besitzt, kann sie normalerweise während der Börsenzeiten verkaufen. Das ist eine andere Form von Liquidität als die Rückgabe eines geschlossenen Fondsanteils. Der Börsenkurs kann jedoch deutlich unter oder über dem gemeldeten NAV liegen.

Eine tägliche Verkaufsmöglichkeit verhindert weder Kursverluste noch große Geld-Brief-Spannen. Anleger sollten außerdem prüfen, ob die börsennotierte Gesellschaft selbst Fremdkapital einsetzt und welche Gebühren auf Unternehmens- oder Fondsebene anfallen.

Deutschland–Thailand: Liquidität in zwei Währungen

Bei einer Auswanderung werden oft zu festen Terminen Euro und Thai Baht benötigt: Umzugskosten, Mietkautionen, Versicherungen, laufende Lebenshaltung, Schulgebühren oder unerwartete Rückreisen. Ein langfristiger Fondsanteil sollte solche Zahlungen nicht finanzieren müssen.

Eine praktikable Planung trennt sofort verfügbare Reserve, Kapital für bekannte Ausgaben der nächsten Jahre und langfristige Investments. Bereits zugesagte, aber noch nicht abgerufene Fondsbeträge müssen zusätzlich berücksichtigt werden. Vita Capital oder Wise können für internationale Zahlungswege relevant sein; beide sind keine Anbieter von Private-Equity-Liquidität.

Liquiditätsplan vor dem Umzug
Euro-Reserve, Baht-Budget und offene Kapitalabrufe sollten getrennt dokumentiert werden.

Verschiedene Fondsjahrgänge können Rückflüsse verteilen

Ein Programm mit mehreren Fondsjahrgängen kann später Ausschüttungen aus älteren Beteiligungen erhalten, während jüngere Fonds Kapital abrufen. Das kann die Zahlungsströme glätten. Es bedeutet jedoch weder, dass die Ausschüttungen pünktlich kommen, noch dass die Netto-Cashflows in jedem Jahr positiv sind.

Die britische JLIT-Vorlage beschreibt diesen sogenannten Vintage-Ansatz als Planungsinstrument. Bei einer Neuaufstellung aus Deutschland heraus sollte jeder Fondsjahrgang mit seiner eigenen Laufzeit, den offenen Abrufen und dem erwarteten, aber nicht garantierten Rückfluss erfasst werden.

DPI, NAV und Haltedauer: die richtigen Zahlen lesen

DPI (Distributions to Paid-In) setzt tatsächlich ausgezahltes Geld ins Verhältnis zum eingezahlten Kapital. RVPI beschreibt den noch investierten Restwert relativ zu den Einzahlungen. TVPI kombiniert beide Größen. IRR berücksichtigt den Zeitpunkt der Cashflows, kann aber ohne ergänzende Kennzahlen ein verzerrtes Bild vermitteln.

Ein Fonds mit hohem NAV und geringem DPI kann auf dem Papier attraktiv aussehen, ohne bisher viel Geld ausgezahlt zu haben. Für eine bevorstehende größere Ausgabe in Thailand zählt deshalb die tatsächlich verfügbare Liquidität stärker als eine unrealisierte Bewertung.

Drei Beispiele: Unterschiedliche Liquiditätsbedürfnisse

Beispiel A – zehn Jahre Anlagehorizont: Eine Person mit stabilen Rücklagen investiert nur Kapital, das sie langfristig nicht benötigt. Ein geschlossener Fonds kann zum Zeithorizont passen, sofern die Risiken, Zugangsvoraussetzungen und offenen Kapitalabrufe tragbar sind.

Beispiel B – Umzug in 18 Monaten: Ein Paar braucht 60.000 € für Umzug, Wohnen und Familie. Es sollte nicht davon ausgehen, einen Private-Equity-Anteil genau zu diesem Termin zum NAV verkaufen zu können. Das benötigte Geld gehört in eine entsprechend liquide Planung.

Beispiel C – Evergreen mit Rückgabefenster: Eine Person beantragt 40.000 € Rückgabe. Wegen eines überzeichneten Rückkaufprogramms wird zunächst nur ein Teil bedient. Die übrige Summe bleibt investiert und kann weiteren Wertschwankungen unterliegen.

Planung nach Zeithorizont

Die Tabelle beschreibt eine Liquiditätslogik, keine Anlageempfehlung.

BedarfZeitfensterPrivate-Equity-Geld als Quelle?
Miete und Alltag0–12 MonateNicht auf Fondsrückgaben verlassen
Umzug und Schule1–3 JahreNicht von ungewissen Exits abhängig machen
Längerfristiger VermögensaufbauMehr als 10 JahreNur bei ausreichenden Reserven prüfen
Offene Capital CallsJederzeit laut VertragGesonderte Euro-Liquidität vorhalten

Illustrative Liquiditätsplanung, keine persönliche Finanzberatung.

Was bei der Liquiditätsplanung schiefgehen kann

  • Die Fondslaufzeit verlängert sich wegen verzögerter Verkäufe.
  • Kapitalabrufe fallen mit hohen privaten Ausgaben zusammen.
  • Der Sekundärmarkt bietet nur einen deutlich niedrigeren Preis als den NAV.
  • Eine Rückgabe wird anteilig bedient oder verschoben.
  • Eine Fondsbewertung wird nach einem Marktereignis angepasst.
  • Währungsumrechnung und internationale Bankwege dauern länger als erwartet.
  • Ein Anleger unterschätzt Steuern, Reporting oder vertragliche Übertragungsgebühren.

Ein gutes Konzept rechnet deshalb nicht mit dem optimistischsten Verkaufszeitpunkt, sondern mit mehreren ungünstigen Szenarien.

Zwölf Fragen vor jeder privaten Fondsanlage

  1. Wie lange ist mein Kapital mindestens gebunden?
  2. Welche Verlängerungsrechte hat der Manager?
  3. Wie viel Kapital kann noch abgerufen werden?
  4. Welche Ausschüttungen sind bereits realisiert?
  5. Wann sind Rückgaben möglich und wie werden sie begrenzt?
  6. Gibt es einen Sekundärmarkt für genau diesen Fonds?
  7. Welche Zustimmung ist für eine Übertragung erforderlich?
  8. Wie wird der NAV berechnet und geprüft?
  9. Welche Abschläge und Gebühren können bei Verkäufen entstehen?
  10. Was passiert bei überzeichneten Rückgaben?
  11. Welche Unterlagen brauche ich für internationale Zahlungen?
  12. Welche liquiden Reserven brauche ich unabhängig vom Fonds?

Fazit: Liquidität ist Teil der Anlagestrategie

Der britische Ausgangsartikel zeichnet ein konstruktives Bild: Der Sekundärmarkt ist gewachsen, Evergreen-Fonds bieten zusätzliche Wege, und börsennotierte Beteiligungen lassen sich täglich handeln. Diese Möglichkeiten verbessern die Auswahl, ersetzen aber nicht die Prüfung der jeweiligen Vertragsrechte.

Wer von Deutschland nach Thailand ziehen möchte, sollte zuerst die Ausgaben und Kapitalabrufe über mehrere Jahre planen. Erst dann lässt sich beurteilen, wie viel Vermögen langfristig gebunden werden kann. Lawrence Young lebt seit vielen Jahren in Thailand und hat mehr als 30 Jahre Erfahrung im internationalen Finanzwesen. Lawrence antwortet auf Englisch.

Redaktionelle Grundlage und Datenabgrenzung

Die fachliche Hauptquelle ist der vorhandene JLIT-UK-Artikel Private Market Liquidity and Lock-Up Periods (FIN-07-02-A03, Stand 14. Oktober 2026). Die deutsche Ausgabe übernimmt dessen recherchierte Marktangaben von Jefferies, Bain, Charles Schwab, Moonfare und Cambridge Associates und erläutert sie in deutscher Sprache.

Alle Marktwerte beziehen sich auf die dort angegebenen historischen Berichtszeiträume. Die Illustrationen sind Rechen- und Prozessbeispiele; sie sind keine Produktangebote, Rückgabegarantien oder Renditeprognosen. Die individuelle steuerliche Behandlung wurde nicht pauschal behauptet und muss anhand des Einzelfalls geprüft werden.

Vier Ansprechpartner für Liquiditätsplanung und internationale Zahlungen

Diese Partner übernehmen unterschiedliche Aufgaben. Die Darstellung ist keine Empfehlung eines bestimmten Private-Equity-Fonds.

LY

1.Lawrence Young

Private Equity und Vermögensplanung

Lawrence Young lebt seit vielen Jahren in Thailand und hat mehr als 30 Jahre Erfahrung im internationalen Finanzwesen. Er kann mit Ihnen Zugangswege, Kapitalbindung und die internationale Planung besprechen. Lawrence antwortet auf Englisch.

Fokus
Private-Equity-Zugang
Verfügbarkeit
Individuell prüfen

Warum es in Thailand passt

  • Deutsche und thailändische Regeln zusammen

Darauf sollten Sie achten

  • Keine Zusage zu Fondsverfügbarkeit

Bedingungen und Verfügbarkeit vor Abschluss prüfen.

V

2.Vita Capital

Internationale Kapitaltransfers

Für Kapitalabrufe und spätere Ausschüttungen über Ländergrenzen können effektive Wechselkurse, Gebühren und Zahlungsfristen verglichen werden. Vita Capital ist Devisenpartner, kein Private-Equity-Fonds.

Fokus
EUR und internationale Transfers
Verfügbarkeit
Individuell prüfen

Warum es in Thailand passt

  • Größere Transfers planbar vergleichen

Darauf sollten Sie achten

  • Keine Fondsverwaltung

Bedingungen und Verfügbarkeit vor Abschluss prüfen.

SB

3.Standard Bank Offshore

Offshore-Multicurrency-Konto

Ein mögliches Konto für Liquidität in mehreren Währungen und internationale Zahlungen. Kontoeröffnung, Bedingungen und Eignung sind individuell zu prüfen.

Fokus
Multicurrency-Liquidität
Verfügbarkeit
Individuell prüfen

Warum es in Thailand passt

  • Internationale Banklösung

Darauf sollten Sie achten

  • Keine Private-Equity-Anlage

Bedingungen und Verfügbarkeit vor Abschluss prüfen.

W

4.Wise

EUR-THB-Überweisungen

Für laufende Euro-Baht-Überweisungen können Wechselkurs und Gebühren vor einer Transaktion geprüft werden. Wise ist ein Zahlungsdienst und kein Fondsanbieter.

Fokus
Regelmäßige Überweisungen
Verfügbarkeit
Individuell prüfen

Warum es in Thailand passt

  • Transparenter Kostenvergleich

Darauf sollten Sie achten

  • Keine Investmentberatung

Bedingungen und Verfügbarkeit vor Abschluss prüfen.

Buchen Sie Ihre Thailand-Reise mit Just Landed

Hotels, Transport, Touren und mehr – über uns gebucht.

Planen Sie Ihre Thailand-Reise mit Just Landed

Alles, was Sie sonst für Thailand brauchen, an einem Ort.

Häufige Fragen

Wie lange ist Private Equity gebunden?

Klassische geschlossene Fonds laufen häufig zehn Jahre oder länger. Die tatsächliche Bindung und mögliche Verlängerungen stehen im Fondsvertrag.

Was ist eine Lock-up-Periode?

Eine vertragliche Frist, während der Anleger ihr Kapital nicht oder nur unter besonderen Bedingungen zurückfordern können.

Wann bekomme ich Ausschüttungen?

Typischerweise nach erfolgreichen Unternehmensverkäufen oder anderen Liquiditätsereignissen. Termine und Beträge sind nicht garantiert.

Kann ich meinen Fondsanteil vorzeitig verkaufen?

Manchmal über den Sekundärmarkt, sofern Käufer und erforderliche Zustimmungen vorhanden sind. Ein Abschlag auf den NAV ist möglich.

Was bedeutet ein Preis von 92 % des NAV?

Ein Portfolio wird zu 92 % seines ausgewiesenen Nettoinventarwerts gehandelt. Der Wert ist ein historischer Durchschnitt aus der zitierten Studie, kein Angebot.

Wie groß war der Sekundärmarkt 2025?

Laut Jefferies, wie im UK-JLIT-Artikel dokumentiert, lag das globale Transaktionsvolumen bei rund 240 Milliarden US-Dollar.

Was ist ein Evergreen-Fonds?

Ein fortlaufender Fonds, der regelmäßig Kapital aufnehmen und begrenzte Rückgabefenster anbieten kann.

Kann ich bei einem Evergreen-Fonds jederzeit mein Geld abheben?

Nein. Rückgaben können an Fristen, Quoten, Gebühren und Aussetzungsrechte gebunden sein.

Was ist ein Gate?

Eine Begrenzung, wie viele Rückgabeanträge oder welcher Betrag in einer Periode bedient werden.

Was ist ein Continuation Fund?

Ein Vehikel, in das ein Manager bestehende Beteiligungen übertragen kann; Anleger erhalten gegebenenfalls eine Wahl zwischen Verkauf und Weiteranlage.

Ist börsennotierte Private Equity liquide?

Aktien sind grundsätzlich während der Handelszeiten verkäuflich, aber der Kurs kann deutlich vom NAV abweichen.

Was muss ich vor einem Umzug nach Thailand beachten?

Bekannte Ausgaben, Euro- und Baht-Reserve sowie noch offene Kapitalabrufe sollten unabhängig von unsicheren Fondsverkäufen geplant werden.

Lawrence Young
Lawrence Young

Lebt seit vielen Jahren in Thailand und hat mehr als 30 Jahre Erfahrung im internationalen Finanzwesen. Lawrence schreibt die Finanzratgeber von Just Landed in Thailand für alle, die hierher ziehen, reisen oder ihren Ruhestand verbringen.

Quellen und wie wir geprüft haben

Inhaltliche Hauptquelle: JLIT UK Finance Hub FIN-07-02-A03, Private Market Liquidity and Lock-Up Periods (14. Oktober 2026). Historische Daten aus den dort dokumentierten Jefferies-, Bain-, Charles-Schwab-, Moonfare- und Cambridge-Associates-Quellen. Deutsche Bearbeitung 28. Oktober 2026; grafische Rechenbeispiele sind illustrativ.

Weitere Ratgeber: Privatmärkte

Von Expats für Expats

Sprechen Sie mit jemandem, der denselben Schritt gemacht hat

Lawrence Young lebt seit vielen Jahren in Thailand und hat mehr als 30 Jahre Erfahrung im internationalen Finanzwesen. Er hilft Expats und ihren Familien, Vermögen zwischen Deutschland und Thailand zu planen, zu sparen, anzulegen und weiterzugeben – beginnend mit einem kostenlosen, unverbindlichen Gespräch.

Kostenloses Gespräch mit Lawrence buchen →Antwort auf Englisch per E-Mail, WhatsApp oder LINE

Important: Dieser Ratgeber ist eine allgemeine Information und keine persönliche Finanzberatung. Gebühren, Limits und Voraussetzungen ändern sich; wir haben jede Zahl zum angegebenen Datum geprüft, aber bestätigen Sie die aktuellen Bedingungen immer beim Anbieter, bevor Sie einen Antrag stellen oder reisen. Einige Links auf dieser Seite können Partnerlinks sein – JLIT erhält dann möglicherweise eine Provision, wenn Sie ein Konto eröffnen. Das ändert nie Ihren Preis oder die Reihenfolge unserer Empfehlungen.